Sonnenaufgang am Johannesweg
Eine Frau und ein Mann wandern auf einer Wiese. Im Hinergrund siehe man das Kammerer Kreuz, eine Kapelle im Steinblostil erbaut.

Gehen für die Seele

Da ich normalerweise allein wandere, bin ich meist auf Rundwanderwegen unterwegs. Weitwanderwege reizen mich schon lange, aber das Gehen mit schwerem Rucksack bis zu vorher festgelegten Unterkünften war mir zu mühsam. Umso mehr habe ich mich gefreut, am Johannesweg im Hotel Fürst ein Angebot mit Transferservice von und zu den einzelnen Etappen zu finden, sodass ich meine Wanderung individuell an Wetter und Tagesverfassung anpassen kann.

Mitte Mai habe ich dann den Johannesweg gemacht...und was soll ich sagen? Auch fast zwei Wochen später bin ich in Gedanken noch auf diesem Weg unterwegs. Die Ruhe, die abwechslungsreiche und doch so harmonische Landschaft, die Natur haben mich in ihren Bann gezogen und begleiten mich immer noch.

In den vier Tagen meiner Wanderung habe ich gemerkt, wie das Gedankenkarussell in meinem Kopf zum Stillstand kommt, mein Geist im Moment ankommt, mein Herz leicht wird und Ruhe und Frieden in meinem Inneren einziehen, während der Körper vom Gehen angenehm müde wird.

Ich bin den Weg für mich gegangen, um mir in allen Bereichen etwas Gutes zu tun, und das ist mir gelungen. Ich bin gegangen, habe innegehalten, schöne Eindrücke in mich aufgenommen, an vielen besonderen Plätzen Energie getankt. Ich habe die Langsamkeit wiederentdeckt, die Zeit vergessen, voll Dankbarkeit und Staunen über die Schönheit der Umgebung.

Nur ungern habe ich diese idyllische Landschaft verlassen, ich werde aber sicher wiederkommen.

Mein Fazit: Der Johannesweg mit seiner Ruhe ist Balsam für die Seele und alle Sinne und eine wunderbare Auszeit im sonst so lauten, hektischen, reizüberfluteten Alltag.
 

Petra
aus Langenlois

Materl am Johannesweg mit einem Dach aus Holz einer Rückwand und vorne 2 Säulen
Eine Mauer aus großen Steinen bepflanzt mit blühenden Blumen